2. Jahrestagung der Deutsch-Mexikanischen Arbeitsgruppe für Qualitätsinfrastruktur

Im Rahmen der Hannover Messe fand in Mexiko das zweite Jahrestreffen der deutsch-mexikanischen Arbeitsgruppe über Qualitätsinfrastruktur in León, Guanajuato, statt, an welcher mehr als 40 hochrangige Vertreter der Regierung, Industrie & technischer Institutionen teilnahmen.
Auf dem Treffen konnte bestätigt werden, dass beide Regierungen, bereit und engagiert sind, die Zusammenarbeit in den Bereichen Qualitätsinfrastruktur, Normung und Konformitätsbewertung zu stärken.
Bei der Eröffnung des Treffens betonte Ernesto Acevedo Fernández, Unterstaatssekretär für Industrie und Handel des Wirtschaftsministeriums, dass Fortschritte beim Aufbau von Qualitätsinfrastrukturen den Wettbewerb stärken und Ungleichheiten verringern können. Daher hätten kleine und mittelständische Unternehmen für die mexikanische Regierung Priorität. Acevedo fügte hinzu, dass Mexiko und Deutschland Länder sind, deren Volkswirtschaften dem internationalen Handel ausgesetzt sind, daher sei es zweckmäßig, Herausforderungen auf gemeinsame Weise in einem Rahmen der Handelsöffnung zu begegnen, der den freien Fluss von Waren, Dienstleistungen, Technologien und Daten gewährleisten müsse.

Stefan Schnorr, zuständig für Digital- und Innovationspolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Deutschland, sagte, die Wirtschaft sei zunehmend global und digital. Dabei räumte er ein, dass die beiden Länder eine sehr aktive Kommunikation zur Normung und Konformitätsbewertung haben, und betonte die Bedeutung der Herausforderungen für die Regulierung und Standardisierung des Online-Handels, der Marktüberwachung und der Computersicherheit weltweit.

Alfonso Guati Rojo, Generaldirektor für Standards des Wirtschaftsministeriums, erklärte, dass die mexikanische Regierung durch die Förderung des Projekts des neuen Gesetzes über Qualitätsinfrastruktur eine stärkere Beteiligung der Industrie an Normungsprozessen anstrebe und Normung mit Regelungen, die die Zeit für die Aktualisierung der Normen zum Nutzen der Industrie selbst und der Verbraucher verkürzen, wobei das Hauptaugenmerk auf der Stärkung der Kultur der Qualitätsinfrastruktur in der gesamten Industrie und nicht auf Zwangs- oder Korrekturmaßnahmen liegt.

Volkmar Stein und Yves Leboucher teilten ihrerseits die deutschen Erfahrungen und den Standardisierungsprozess in Industrie 4.0 zu aktuellen Themen wie künstlicher Intelligenz. Die Experten berichteten über den Fortschritt der Normentwicklung und Normung in Deutschland, die sich durch ihre Transparenz und die aktive Mitarbeit der Industriekammern, Interessenverbänden, Gewerkschaften, Berufsverbänden und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie kennzeichnet.
Das Treffen diente auch dazu, über die Fortschritte der Zusammenarbeit zwischen den beiden Arbeitsgruppen im letzten Jahr und zwischen den beiden Ländern im Hinblick auf Normung, Konformitätsbewertung zu berichten und das Arbeitsprogramm für das nächste Jahr zu unterzeichnen.

An dem Treffen nahmen auch die Subprocuratoren Talía del Carmen Vázquez und Agustín Pineda von der Bundesanwaltschaft, René Carranza vom National Metrology Center, Maribel López von der mexikanischen Akkreditierungsstelle und verschiedene deutsche Beamte und Experten wie Boris Bohme, Direktor für Produktsicherheit und Marktüberwachung; Anshali Shtaponvoncul, Berater für Konformitätsbewertung; Volkmar Stein vom Ministerium für Wirtschaft und Energie und Daniel Solterbeck von der Deutschen Gesellschaft für Zusammenarbeit teil.

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