Deutsch-indische Arbeitsgruppe trifft sich zum 6. Mal

Das sechste Jahrestreffen der deutsch-indischen Arbeitsgruppe Qualitätsinfrastruktur fand am 17. und 18. Januar 2019 in Berlin statt. Deutschland und Indien gründeten die Arbeitsgruppe im Jahr 2013 um ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit zu stärken, technische Handelshemmnisse abzubauen und die Produktsicherheit zu erhöhen. Hierzu arbeiten das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und das indische Ministerium für Verbraucherangelegenheiten, Ernährung und öffentliche Versorgung (MoCAF&PD) sowie weitere Fachministerien eng zu Themen wie Normung und Standardisierung, Akkreditierung und Konformitätsbewertung, Messwesen, Produktsicherheit und Marktüberwachung zusammen.

Staatssekretär Dr. Ulrich Nussbaum: "Wir erleben eine rasante technologische Entwicklung, die neue Herausforderungen mit sich bringt - insbesondere in der digitalen Welt. Qualitätsinfrastruktur kann diese Herausforderungen in Chancen verwandeln und Indien ist dabei ein Schlüsselpartner für Deutschland. Daher freut uns besonders, dass wir die deutsch-indische Kooperation zu Themen wie IT-Sicherheit, Datenschutz, Elektromobilität und Industrie 4.0 ausweiten. Für unsere bilaterale wirtschaftliche Zusammenarbeit ist ein laufender technischer Austausch zwischen Experten aus Industrie und Regierung, wie er im Rahmen der deutsch-indischen Arbeitsgruppe Qualitätsinfrastruktur stattfindet, von zentraler Bedeutung."

Staatssekretär Avinash K. Srivastava des indischen Ministeriums für Verbraucherangelegenheiten: "Deutschland ist Indiens wichtigster Handelspartner in Europa. Unser bilateraler Dialog hilft dabei, Erfahrungen auszutauschen und die Wirtschaftsbedingungen für beide Seiten zu verbessern. Die Arbeitsgruppe ermöglicht einen kontinuierlichen und ergebnisorientierten Fachaustausch, der unsere Beziehungen weiter stärkt. Deutschlands Expertise in Technologie und herstellendem Gewerbe machen Deutschland zu einem idealen strategischen Partner für Indien."

An der diesjährigen Jahressitzung nahm eine indische Delegation des Ministeriums für Verbraucherangelegenheiten, des Ministeriums für Schwerindustrie, der indischen Normungsbehörde (BIS) sowie des indischen Industrieverbands CII teil. Insgesamt beteiligten sich mehr als 60 deutsche und indische Vertreterinnen und Vertreter der Privatwirtschaft, des Deutschen Instituts für Normung (DIN), der Deutschen Kommission für Elektrotechnik, Elektronik & Informationstechnik in DIN und VDE (DKE), der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) sowie nachgeordneter Behörden (PTB, BAM). Der Dialog erfolgt im Rahmen des Globalprojekts Qualitätsinfrastruktur (GPQI), innerhalb dessen das BMWi mit Ländern wie Brasilien, China, Indien und Mexiko kooperiert. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH unterstützt im Auftrag des BMWi die Umsetzung des Projektes.

Weitere Informationen finden Sie auf www.gpqi.org.

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