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Jahressitzung DCKN 2017, Qingdao

Erfolgreiche Intensivierung des bilateralen Austausches mit China im Bereich Normung in der Industrie 4.0

Mit der ersten Jahressitzung 2017 der Unterarbeitsgruppe Industrie 4.0 baut das BMWi gemeinsam mit dem Standardization Council Industrie 4.0 die Forschungszusammenarbeit mit China in der internationalen Standardisierung im Bereich Industrie 4.0 weiter aus. Unterstützt wird dieses Projekt seit 2017 von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ

Internationale Standards bei Industrie 4.0 stellen den Zugang für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Industrien auf bilateraler Ebene dar. Vor diesem Hintergrund, unterstrichen beide Seiten während der Veranstaltung die hohe Bedeutung, welche die Industrie 4.0 für die bilaterale Wirtschaftsbeziehung zwischen China und Deutschland habe.

Zwingend sei es notwendig, das beide Partner noch intensiver einen gemeinsamen und abgestimmten Weg in der in den Foren der internationalen Standardisierung. Um dies umzusetzen, entstand in gemeinsamer Arbeit ein operativer Plan, der die konkret vorzunehmenden Maßnahmen und angestrebten Ergebnisse bis zur zweiten Jahressitzung im November 2017 fest. Schwerpunktthemen der Jahressitzung in Qingdao vom 26.06. – 28.06.2017 waren:

  • Harmonisierung Referenz Architektur Model Industrie 4.0 (RAMI4.0)/ Intelligent Manufacturing System Architecture (IMSA)
  • IT Security und Functional Safety
  • Network Communication für industrielle Anwendungen und Edge Computing
  • Predictive Maintenance
  • Use Cases und Anwendungen

Projekthintergrund: Die deutsch-chinesische Unterarbeitsgruppe zu Normung Industrie 4.0 im Rahmen der "Deutsch-Chinesischen Kommission zur Zusammenarbeit in der Normung" zwischen dem BMWi und dem chinesischen Amt für Standardisierung (SAC).Zu diesen Vereinbarungen sind jährliche gemeinsame Sitzungen vereinbart. Sie finden abwechselnd in China und Deutschland statt.

Pressekontakt:

Ingrid Hummel
Standardization Council Industrie 4.0
Stresemannallee 15
60596 Frankfurt am Main
Tel: +49 69 6308-487

 

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Industrie 4.0 Practice Summit 2017

Den lauter werdenden Ruf nach einer agileren Standardisierung für das Industrie-4.0-Umfeld hat der VDE-Industrie-4.0-Practice-Summit aufgegriffen: Vom 19. bis 20. Juni 2017 trafen sich in Würzburg über 50 Experten und Industrie-Entscheider, um sich über agile Standardisierung, Open-Source-Ansätze sowie die Begleitforschung zu informieren und auszutauschen. Wie der Titel verrät, standen Demonstrationen von Use Cases und Open- Source-Projekten im Vordergrund des Praxis-Gipfels. In der begleitenden Ausstellung wurden neue Technologien, Innovationen und Geschäftsmodelle nicht nur vorgestellt, sondern auch auf den Prüfstand gestellt. Organisiert wird der Industrie 4.0 Summit vom Technologieverband VDE und dem Standardization Council Industrie 4.0.

Use Cases und Open Source für einer agilere Standardisierung und Normung
Die Entwicklung und Einbindung offener und zugänglicher Projekte wie Open AAS sind die zentralen Herausforderungen und Ansätze, denen wir uns stellen müssen“, betonte VDE-Präsident Dr. Gunther Kegel, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Pepperl + Fuchs, in seiner Eröffnungs-Keynote. Normung allein reiche jedoch nicht aus. Es benötige zusätzlich Anwendungsbeispiele und Vorgaben zur Implementierung. Diese werden derzeit in Projekte erarbeitet. Ein Beispiel ist OpenAAS: eine durchgängige Open-Source-Lösung der Verwaltungsschale. In der Praxisausstellung konnten sich die Teilnehmer live am Open AAS Demonstrator demonstrieren lassen, wie die Industrie-4.0-Verwaltungsschalen über Service-orientierte Dienste kommunizieren.

Semantik als Herausforderung für die weitere Entwicklung
Nur wenn Systeme die gleiche Sprache sprechen, können sie miteinander kommunizieren – eine Voraussetzung für das Gelingen von Industrie 4.0  Dies verdeutlichte auch Constantin Hildebrandt vom Institut für Automatisierungstechnik der Helmut-Schmidt-Hochschule in Hamburg. Zusammen mit ecl@ss und der Plattform Industrie 4.0 arbeitet die Hochschule im vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Projekt SemAnz40. Darin wird gezeigt, wie sich mit in der DKE-Normungs-Roadmap Industrie 4.0 empfohlenen Standards Anwendungsfälle von Industrie 4.0 mit eindeutiger Datensemantik realisieren lassen. SemAnz40 liefert eine semantische Basis für die privatwirtschaftliche Entwicklung von Produkten und Prozessen für Industrie 4.0.

Internationale Standardisierung für Funktechnologien in Industrie 4.0
„Damit die industriellen Funkkommunikation in Industrie 4.0 funktioniert, braucht es ein umfassendes Maßnahmenpaket“, betonte Milan Popovic, Leiter des DKE-Arbeitskreises Funktechnologien Industrie 4.0. Die von VDE-Experten skizzierten Anforderungsprofile künftiger Funktechnologien und deren Installation, Handhabung und Wartung müssen so einfach wie möglich sein. Nur so lasse sich laut Popovic die Akzeptanz für den Umstieg auf Industrie 4.0 gewinnen. Allerdings seien die Innovationszyklen von Kommunikationssystemen meist deutlich kürzer als die von Fertigungsanlagen. Deshalb müssen international akzeptierte standardisierte Lösungen entwickelt werden. Nur so lasse sich die Investitionssicherheit für die Industrie verbessern. Aktuelle Programme wie das BMBF-Schwerpunktprogramm „Zuverlässige Drahtlose Kommunikation in der Industrie“ (ZDKI) entwickeln zukunftsfähige Lösungen domänenübergeifend und veranschaulichen die Bedeutung von Kooperation und Kollaboration für die Weiterentwicklung von Funktechnologien. VDE|DKE ist bei ZDKI für die Begleitforschung zuständig.

Die international harmonisierte Standardisierung ist wichtig, damit Märkte nicht fragmentiert und global adressiert werden, so die weiteren Handlungsempfehlungen des Positionspapiers. In der Session zu Normung verwies Yves Leboucher, zuständig für die Internationale Zusammenarbeit des Standardization Council 4.0, auf die Bedeutung der internationalen Kooperation in diesem Kontext: „Internationale Zusammenarbeit soll als Katalysator für internationale Standardisierung genutzt werden und die in Deutschland entstandenen Konzepte und Leithemen zu Industrie 4.0 frühzeitig im Dialog mit den wichtigsten Industriestaaten internationalisieren.“

Investitionssicherheit der Industrie sichern
International akzeptierte standardisierte Lösungen müssen entwickelt werden, um die Investitionssicherheit für die Industrie zu sichern und zu verbessern. Diese Forderung unterstützten auch die Teilnehmer des Industrie 4.0 Practice Summit: Ohne offene und global anerkannte Standards wird die digitale Transformation der Industrie nicht gelingen. „Gerade für die mittelständischen Unternehmen sind sie Voraussetzung für entschlossene Investitionen in die digitalen Themen“, so VDE-Präsident Kegel.

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Standardisierung für Industrie 4.0 - Keine Zukunft für Insellösungen

Normung bringt Industrie 4.0 voran

Die fortschreitende Digitalisierung der Industrie führt durch eine immer engere Verzahnung von Produktion und Produkten mit Hilfe modernster IuK-Technik zu weitreichenden Veränderungen der Produktionsprozesse. Beispiele sind Produktionsmaschinen, die selbstständig drohende Störungen erkennen, bevor sie auftreten, oder Werkstücke, die ihren eigenen Produktionsprozess steuern. Mit dem Technologieprogramm „Autonomik für Industrie 4.0“ fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Forschung und Entwicklung für wichtige Innovationen im Bereich Industrie 4.0.

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Veranstaltungen

Dienstag, 17.10.2017

Workshop Trilaterale Plattform

Die Initiativen zur Digitalisierung der Produktion aus Deutschland, Frankreich und Italien haben sich auf eine trilaterale Kooperation geeinigt, um die Digitalisierungsprozesse in ihren jeweiligen Fertigungsbereichen zu stärken und zu unterstützen. Zusätzlich sollen europäische Bemühungen gefördert werden. Dazu haben die deutsche Plattform Industrie 4.0, die französische Alliance Industrie du Futur und die italienische Initiative Piano Industrie 4.0 einen gemeinsamen Aktionsplan entwickelt, in dem sie verschiedene Maßnahmen und geplante Ergebnisse benennen.

„Sich in dieser trilateralen Kooperation zusammenzutun, war der nächste logische Schritt, um an der Spitze von Industrie 4.0 zu bleiben. Gemeinsam werden wir uns auf wichtige Themen wie Standardisierung, KMUs und politische Unterstützung konzentrieren. Die Ergebnisse werden mit der Europäischen Kommission und anderen EU-Mitgliedern geteilt“, sagt Bernd Leukert, Mitglied des Vorstands der SAP SE und Sprecher des Lenkungskreises der Plattform Industrie 4.0.

Zur Vertiefung der trilateralen Partnerschaft findet vom 17-18. Oktober 2017 der Workshop in Frankfurt am Main statt.
Weitere Informationen finden Sie unter www.plattform-i40.de

Eine Teilnahme ist lediglich einem festen Teilnehmerkreis vorbehalten.

 

Montag, 18.09.2017

ISO General Assembly

Mittwoch, 06.09.2017

Workshop Arbeitssicherheit Industrie 4.0

Montag, 26.06.2017

Jahressitzung der Deutsch-Chinesischen Kommission Normung 2017

Dienstag, 23.05.2017

16th Forum on "Industry Automation and Standardization" 2017