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Deutsch-Chinesische Unterarbeitsgruppe Industrie 4.0 – Vision und Austausch

Industrie 4.0 in den Deutsch-Chinesischen Beziehungen ist schon lange keine Zukunftsmusik mehr. Aber wo genau bewegen wir uns hin? Wie kann die Umsetzung konkreter Ziele für die internationale Standardisierung vorangetrieben werden? Und welche Rolle spielen dabei neue Technologien wie Artificial Intelligence, 5G oder Edge Computing? Diesen Aufgaben und Fragen widmete sich Beginn Dezember 2017 die Deutsch-Chinesische Kommission Normung (DCKN) anlässlich der fünften Sitzung der Unterarbeitsgruppe Industrie 4.0 in Hangzhou.

Vom 3. bis 5. Dezember 2017 reiste der Standardization Council Industrie 4.0 (SCI4.0) für die nunmehr Fünfte Sitzung der Unterarbeitsgruppe Industrie 4.0 mit den deutschen Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft nach Hangzhou. Auf Einladung des chinesischen Ministerium für Wirtschaft und Industrie (MIIT) präsentierte das SCI 4.0 die in Hangzhou erzielten Ergebnisse auf und dem World Intelligent Manufacturing Summit 2017 in Nanjing.

Gruppenbild beider Delegationen zur 05. Sitzung der Deutsch-Chinesischen Fr. DAI Hong, Director of Industrial Standards Department II, SAC und Reinhold Pichler,

Bild links: Gruppenbild beider Delegationen zur 05. Sitzung der Deutsch-Chinesischen Kommission Normung (DCKN) vom 03. – 05. Dezember 2017 in Hangzhou, China
Bild rechts: Fr. DAI Hong, Director of Industrial Standards Department II, SAC und Reinhold Pichler, Managing Director, SCI4.0 bei der Unterzeichnung des offiziellen Protokolls mit Vertretern von MIIT, BMWI, DKE und DIN

Den Auftakt bildeten am 3. und 4. Dezember die unter Ausschuss der Öffentlichkeit tagenden Arbeitsgruppen RAMI/IMSA, Predictive Maintenance, IT Security/Functional Safety, Network Communications/Edge Computing und Use Cases. In diesen Arbeitsgruppen konnten deutsche und chinesische Experten einmal mehr konkrete Ergebnisse erzielen und gemeinsamen Normungsansätzen finalisieren. So wurden unter anderem die finalen Berichte zur Harmonisierung beider Referenzarchitekturmodelle (RAMI/IMSA) und des IT Security Standards White Paper erarbeitet und in Kürze veröffentlicht. Beide Dokumente und die dort festgehaltenen Inhalte sind zentrale Bestandteile für die Zusammenarbeit in der internationalen Normung. Nicht minder wichtig für die gemeinsamen Aktivitäten ist der Beginn eines Mappings relevanter Industrie 4.0 Normen und Standards beider Länder, um ein umfangreiches und vollständiges Mapping der jeweiligen Normenlandschaft abbilden zu können. Zudem konnten von deutscher Seite tragende Elemente der internationalen Normung wie die Verwaltungsschale und Industrie 4.0 Komponente platziert werden. Beide Seiten hielten abschließend fest, weiterhin verstärkt in den relevanten technischen Kommittees von ISO und IEC beziehungsweise den relevanten gemeinsamen ISO/ IEC Gremien (u.a. ISO/IEC JWG 21) zusammen zuarbeiten.

Im äußerst gut besuchten Convention Center des Intercontinental Hotels in Hangzhou wurden am 05. Dezember die tags zuvor beschriebenen Ergebnisse unter der Beteiligung von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und den leitenden Normungsinstituten beider Länder der Öffentlichkeit im Rahmen des zweiten Deutsch-Chinesischen Forum zu Entwicklung und Standardisierung in Industrie 4.0 präsentiert.

SCI40 Geschäftsführer Reinhold Pichler bei seiner präsentation der Plattform Industrie 4.0 Aktivitäten

Bild links: Reinhold Pichler bei der Vorstellung der Internationalisierungsaktivitäten der Plattform Industrie 4.0 im Rahmen des zweiten Deutsch-Chinesischen Forum zu Entwicklung und Standardisierung in Industrie 4.0
Bild rechts: Vertreter von MIIT, SAC, BMWI, SCI 4.0 und DIN bei der Eröffnung des Forums am 05. Dezember 2017

Herr Yin Minghan (Vize Direktor, Standardisation Administration China, SAC) und Herr Qian Minghua (Stv. Direktor, Ministerium für Industrie und Informationstechnologie MIIT) begrüßten die Gäste, während auf deutscher Seite Herr Boris Böhme (Referatsleiter für Produkt- und Anlagensicherheit, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie BMWi) und Herr Reinhold Pichler, Geschäftsführer des SCI4.0 die deutsche Delegation offiziell vertraten. Beide Seiten betonten, dass über die gemeinsamen Arbeiten an internationalen Lösungen hinaus, insbesondere das gegenseitige Lernen die Zusammenarbeit auszeichnet und auch weiterhin diese bilaterale Zusammenarbeit auszeichnen wird. Gemäß den Vereinbarungen werden die DCKN und die zugeordneten Arbeitsgruppen zu Industrie 4.0 im kommenden Jahr in Deutschland stattfinden und wieder zusammenkommen.

Aufgrund der hohen Bedeutung der deutsch-chinesischen Normungszusammenarbeit zu Industrie 4.0 für die chinesische Zentralregierung, lud das MIIT das SCI4.0 dazu ein, die Ergebnisse der Sitzungen am 08. Dezember 2017 auf dem World Intelligent Manufacturing Summit 2017 vorzutragen. Der World Intelligent Manufacturing Summit ist eine der wichtigsten Veranstaltungen zu Intelligente Fertigung in China, die von MIIT jährlich in Nanjing organisiert wird: Rund 5.000 Besucher aus aller Welt informieren sich dort auf den Ausstellungsflächen des Nanjing International Expo Centers zu den aktuellen Politiken und Technologien im Bereich Intelligente Fertigung in China.

 

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Standardization Council Industrie 4.0
Stresemannallee 15
60596 Frankfurt

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Deutsch-Japanische Expertengruppe - Aktionsplan für gemeinsame Erarbeitung von Fallbeispielen

Gemeinsame Deutsch-Japanische Expertengruppe kündigt Aktionsplan für eine gemeinsame Erarbeitung von Fallbeispielen zur Unterstützung der internationalen Harmonisierung von Industrie 4.0 Standards an
 

Frankfurt - Seit dem ersten Treffen im Februar 2016 treiben die deutschen Partner Standardization Council Industrie 4.0, Labs Network Industrie 4.0 und Plattform Industrie 4.0) sowie ihr japanisches Pendant, die Robot Revolution Initiative, die Kooperation voran. Nach dem vergangenen Strategiepapier zur Kooperation in der internationalen Standardisierung im April 2017 folgt nun mit der gemeinsamen Erarbeitung von Use Cases der nächste notwendige Schritt, um die bilateralen Beziehungen beider Länder im Kontext der internationalen Industrie 4.0-Standardisierung weiter voranzutreiben.

Bild links: Deutsch-Japanische Expertengruppe auf dem Podium von rechts nach links: Dr. Ulrich Löwen (LNI 4.0/Siemens), Toru Ishikuma (RRI und Azbil), Prof. Fumihiko Kimura (RRI und Co-Convenor ISO/IEC JWG 21) und Youichi Nonaka (RRI und Hitachi

Bild rechts: Abendempfang durch das RRI und METI mit Vertretern der IT-Security Delegation und BMWi

Auf Einladung des japanischen Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) und der Robot Revolution Initiative (RRI) erläuterten deutsche und japanische Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, im Rahmen des 3rd Industrial Internet of Things International Symposium - Connected Industrie in Tokyo, Japan am 30. November 2017, den zukünftigen Fokus ihrer bilaterale Zusammenarbeit.

Vor mehr als 1500 Zuhörern unterstrichen in einer spannenden Podiumsdiskussion die Experten beider Seiten, die Bedeutung eines gemeinsamen Verständnisses über die Definition von Fallbeispielen und veranschaulichten ihre Relevanz für die internationale Harmonisierung von I4.0-Standards. Zuvor hatte Dr. Ulrich Löwen in seiner Präsentation mit openAAS eines der zentralen [1] Modelle zum Durchstich von der konzeptionellen Ebene bis hin zur Implementierung vorgestellt.

Die Fertigstellung und Publikation der gemeinsamen Use Cases (Analysis and development of common Use Cases Value Based Services as a business application scenario) soll bis zur Hannover Messe 2018 erfolgen und dort vorgestellt werden. Bereits in den Tagen zuvor hatten die Partner die Möglichkeit genutzt, um in Abstimmungsgesprächen ihre inhaltliche Ausrichtung für das Jahr 2018 weiter zu schärfen und zu konkretisieren.

Die gemeinsame Expertengruppe existiert in ihrer Form seit Beginn der Kooperation im Jahr 2016. Im Rahmen der diesjährigen CeBIT 2017 hatten beide Partnerländer ihre Absichten in einem gemeinsamen strategischen Papier zur Standardisierung festgehalten. Die Fortführung der Strategie wird nun mit den gemeinsamen Fallbeispielen kontinuierlich vorangetrieben.

 

 

Die Deutsch-Japanische Initiative zur Standardisierung ist in Deutschland vom BMWi initiiert (Hannover Deklaration) und wird vom SCI 4.0,als zuständigen Initiator zur Standardisierung I4.0-relevanter Standards in Deutschland, durchgeführt. Unterstützt wird das SCI 4.0 dabei von der Plattform Industrie 4.0 und dem Labs Network Industrie 4.0. Für den Bereich der IT-Security besteht ebenfalls eine gemeinsame Vereinbarung zur künftigen Zusammenarbeit mit konkreten Aktivitäten unter Beteiligung deutscher Wirtschaftsvertreter, Verbände und Normungsorganisationen.

Mehr Eindrücke und Informationen zur Veranstaltung finden sich hier:

YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=YWoxH0OH3qc METI: http://www.meti.go.jp/english/press/2017/1201_002.html

 

[1] openAAS ist ein Projekt das im Wesentlichen zwei Ziele verfolgt: Die Gestaltung und Auswahl der Modelle für die Verwaltungsschale und deren konkrete Umsetzung. Das heißt, es wird ein Durchstich von der konzeptionellen Ebene bis hin zur Implementierung gemacht. Das Technologie-neutrale Modell lässt sich mit verschiedenen Technologien umsetzen. In openAAS wurde zunächst OPC UA eingesetzt, da es eine aussichtsreiche Technologie für die sichere Kommunikation (Verschlüsselung, Authentifizierung) und die Informationsmodellierung ist.

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Veranstaltungen

Montag, 23.04.2018

Hannover Messe 2018

Dienstag, 27.03.2018

Digitising European Industry

Donnerstag, 15.02.2018

Trilaterale Plattform GER-FR-IT - Meeting Working Group 1

Freitag, 24.11.2017

Industria Connectada 4.0

Mittwoch, 22.11.2017

Korean Standards Association (KAS) Policy Forum

 

Introducing the newest information on standardization of smart technologies for the 4th Industrial Revolution
14:00~14:30: Opening address, Congratulatory address
14:30~14:45: Mr. John Walter, Elected President of ISO
14:45~15:00: Mr. Frans Vreeswijk, General Secretary of IEC
15:00~15:20: Industrie 4.0, Drive to 4th Industrial Revolution”
15:20~15:40:
National standardization policy preparing 4th Industrial Revolution, Mr. JUNG Donghee, Administrator of KATS)
15:40~16:00: Coffee Break
16:00~17:30:
Panel Discussion “Standardization Policy for 4th Industrial Revolution”

 

Freitag, 17.11.2017

Workshop Trilaterale Plattform

Donnerstag, 19.10.2017

IRAM World Standards Day 2017

IRAM Celebration: World Standards Day 2017 in Buenos Aires
Whereas the issues on which the international Standardization is palying a very important role as well as two foci of particular interest to the authorities and the Business sector, such as the G20 Meeting to be Held in 2018 in Argentina and the efforts to improve institutional Performance in organisations such as the OECD, under the General title: Standards boost the digital world and institutional tansparency

The Intention is to develop two different thematic blocks whose common denominator is the development of technical Standards to address these issuesStandards boost institutional transparency:

Key Speaker: Reinhold Pichler, SCI 4.0

This second block will present the Tools already available and thopse that are in development, in the field of international Standardization of ISO, to Approach from the perspective of the Management those aspects that help to build the institutional transparency of the Organizations, both public and private. Topics addressed are:

  • Anti-bribery Management System
  • Compliance Management System
  • Organizational governance

Mehr Informationen unter www.iram.org.ar